Tips en Trucs

Die goldene Regel:

„Segeln beginnt mit dem Abschalten vom Alltag, erst dann kann man genießen“

 

Abfahrtshafen:

  • Jachtservice Bootsgat, Stienfeksterwei 30,  9131KM  Ee (Niederlande)
  • Eine Yachtwerft, bei der alles möglich ist. 
    Vorteil: großer Parkplatz mit Be- und Entladen am Boot. Außerdem alle Wartungsmöglichkeiten in Reichweite, inkl. Kran und Mastenkran.
  • Bei starkem Wind und/oder Hochwasser segeln Sie im Handumdrehen für eine Nacht nach Dokkum. 
    Zugleich eine fantastische Fahrt durchs Dokkumer Grootdiep, bei der man auch durch ein Gebiet kommt, wo Seeadler brüten und noch regelmäßig der Eisvögel gesichtet werden.
    Nachteil: Fast 2 1/2 Stunden Fahrt bis zur Seeschleuse, was allerdings den Vorteil hat, dass man genug Zeit hat, sich vor der Seeschleuse an das Schiff zu gewöhnen. Auf dem Rückweg können Wasser und Diesel getankt und das Schiff von Salz befreit werden!
  • Von Ee aus legen die Schiffe um 14:00 Uhr ab, genügend Zeit also, um bis zur Seeschleuse zu kommen.

Wasser und Diesel tanken:

  • Möglich in Dokkumer Nieuwe Zijlen bei Jachthaven Lunegat. Das Auftanken hat nicht funktioniert? In Ee kann mit den 2 Kanistern Dieseln vollgetankt werden, die sich an Bord befinden, und die an der Tankstelle in Ee, etwa 1 km vom Liegeplatz, wieder aufgefüllt werden können.

 

Links- und rechtsdrehende Schrauben:

 

Eine linksdrehende Schraube, wie bei De Goede Hoop, zieht das Schiff beim Rückwärtsfahren nach rechts.

Eine rechtsdrehende Schraube (Jan Steen/Vrouwe Klazina) zieht dementsprechend nach links.

Gut zu wissen, z. B. in der Schleuse!

 

Wie kommt man dahinter?
so ruhig wie möglich in den Wind fahren, Motor zu Wasser lassen und mit halber Kraft rückwärtsfahren. Zieht das Schiff nach links, so hat es eine rechtsdrehende Schraube und wird vorzugsweise an der Backbordseite angelegt.

 

Wegfahren vom Legerwall bei starkem Wind:

  • Spring legen (Festmacherleine vom Bug des Schiffs an einen Punkt des Walls etwa mittschiffs und zurück legen, dann maximal 1 Schlag um den Poller und festhalten). 2 oder 3 Fender am Bug des Schiffs zwischen Wall und Schiff, 1 Fender in der Hand. Danach dreht der Skipper das Ruderblatt zum Wall und gibt einen Stoß voraus.
  • Spring gespannt halten! Das Schiff dreht dann mit dem Bug zum Wall!
  • Der Skipper gibt wenn nötig etwas mehr Gas, gerade so viel, bis das Schiff im rechten Winkel zum Kai liegt (ggf. zusätzlichen Fender dazwischen hängen), also mit dem Heck im Wind.
  • Danach Spring lösen und mit ordentlich Gas achteraus fahren.
  • Nur so weit wie nötig achteraus fahren, um sicher fahren zu können, dann ggf. Schwert herunterlassen, um schneller wenden zu können.
  • Auch beim Anlegen von einem hohen Wall ist die Spring ein ideales Hilfsmittel.

 

Sitzt der Anker fest?:

  • Ankerkette so weit wie möglich einholen
  • Motor starten
  • 2 bis 3 Meter Kette fieren
  • Kette festmachen, allerdings nicht direkt auf der Winde!
  • dann mit halbem Gas über den Anker fahren
  • Motor ausschalten und Anker einholen

Schäden vermeiden:

 

Die meisten Schäden entstehen während des Anlegens an der Scheuerleiste.

Dies kann nicht immer vermieden werden, aber korrekt befestigte Fender können helfen! 

Wählen Sie beim Anlegen, sowohl in der Schleuse als auch am Bootssteg, immer bewusst die Backbord- oder Steuerbordseite und befestigen Sie 2 Fender in der Höhe des Schwerts, den Kugelfender mittig zwischen Schwert/Bug und den dritten Fender lose achtern beim Skipper. Der 4. Fender gehört über das andere Schwert. Muss doch unerwartet auf der anderen Seite angelegt werden, so bleibt genug Zeit, um auch den Fender beim Skipper am Schwert zu befestigen und den Kugelfender auf die andere Seite zu bringen. Ist dafür keine Zeit mehr, so hält man den Kugelfender in der Hand und kann ihn bei Bedarf dort dazwischen hängen, wo es brenzlig wird.

 

Was man sich nicht entgehen lassen sollte:


So früh wie möglich bei Niedrigwasser auslaufen. Auf dem Vorsegel mit Wind und Tide durch die Fahrrinne. Das Boot hat sich festgefahren? Vorsegel streichen, Anker werfen und warten, bis es wieder einigermaßen frei liegt. Anker lichten, Vorsegel setzen und wiederholen. Ein toller Ausflug, bei dem Sie die fantastische Landschaft genießen können. Mit etwas Glück zeigen sich auf den Sandbänken ein paar Seehunde. Auch wo Sie trocken fallen können, ist hier gut zu sehen.

 

Pricken und Bojen:


Viele Skipper tasten sich vorsichtig von Pricke zu Pricke und folgen somit der Fahrrinne. Das ist schade, denn dabei geht einiges an Fahrspaß verloren. Da das Watt vielerorts recht flach ist, kann man darauf problemlos großflächiger segeln und muss nicht unbedingt in der Fahrrinne bleiben. Es ist auch möglich, ein paar Pricken abzukürzen. Achten Sie einfach darauf, dass es noch 2 Stunden bis zur Ebbe sind (entspricht etwa 60 cm Wasser), studieren Sie die Tiefenangaben auf der Karte und segeln Sie drauflos. Funktioniert es nicht, können Sie immer noch umdrehen oder das Schiff für ein paar Stunden zum Trockenfallen vorbereiten. Trockenfallen ist mit den Vollenhovense Bollen ein Kinderspiel. So kann das besegelbare Watt erheblich vergrößert werden und auch der Segelspaß steigt!

 

Weitere Tipps:

 

  • Nach dem Trockenfallen ist es ratsam, mit dem Starten des Motors kurz zu warten, bis genügend Wasser unter dem Kiel steht. Damit verhindern Sie, dass der Kühlwassereinlass eventuell verstopft oder der Impeller durch eingesaugten Sand beschädigt wird.
  • Die Seeschleuse bei Lauwersoog hat ein System, das verhindert, dass Salzwasser in die Lauwerszee kommt. Das heißt, dass man von der Lauwerszee kommend immer einströmendes Wasser unter dem Kiel hat. Also erst die Achterleine festmachen! Die Jan Steen und die Vr. Klazina legen in der Schleuse gern backbord an, die Goede Hoop steuerbord.
  • Sollte die Tide nicht mitspielen oder irgendwo sehr viel Wind stehen, ist auch eine Nacht in Dokkum sehr zu empfehlen. Nur eine Dreiviertelstunde von Ee und schon sind Sie mitten im ruhigen Zentrum. Dokkum ist ein wunderschöner Ort mit einer Vielzahl an guten und bezahlbaren Gaststätten. Und wenn Sie am nächsten Tag noch etwas Zeit übrig haben, sollten Sie, bevor Sie die Lauwerszee befahren, noch unbedingt De Raskes auf- und abfahren. Einer der schönsten Fleckchen der Lauwerszee. Zu beiden Seiten atemberaubende Natur und in Ezumazijl scheint die Zeit vor 100 Jahren stehen geblieben zu sein.
  • Das Großsegel reffen: die Reffbändsel im Segel sind ausschließlich dazu da, das gereffte Segeltuch aufzufangen. Spannen Sie sie nicht zu straff und natürlich nur um das Segel herum! Faustregel: es muss immer eine Faust dazwischen passen. Zu straff gespannte Reffbändsel können leicht zu Rissen im Segel führen.
  • Auf www.wadvaarders.nl (Niederländisch) findet sich eine große Menge an weiterführenden Informationen. Von Ankern bis Trockenfallen, von allerneusten Daten bis hin zu alten Regeln. Und außerdem zahlreiche Infos und Tipps, die Ihren Urlaub mit Sicherheit bereichern werden.

Essen und Trinken:

  • Sie kommen aus dem Watt zurück und verbringen noch eine Nacht auf der Lauwerszee? Fahren Sie durch die Schleuse bei Dokkumer Nieuwe Zijlen, steuerbord aus und essen Sie im Eetcafé De Dream. Lecker essen, fantastische Lage, gute Preise. Am nächsten Tag ist es noch ca. 1 Stunde Fahrt bis nach Ee.
  • Bei Lauwersoog erwartet Sie im „’t’Ailand“ leckerer, traditionell gefangener Fisch. Nur am Wochenende. Zwar muss der komplette Fischereihafen umrundet werden, aber dafür lohnt es sich!
  • Auf Schiermonnikoog im Hotel von De Werff essen; klassisch und gut in einem wunderschönen Speisesaal. In kurzen Hosen oder Anzug, mit Ballkleid oder Segelkleidung, hier ist alles erlaubt. Ein einmaliges Erlebnis!
  • Pizzeria d’Angelo in Dokkum, lecker und nicht zu teuer.
  • Und im Watt selbst natürlich Herzmuscheln, Muscheln oder Pazifische Felsenaustern. Einfach mit Salzwasser abspülen, (Herz-)Muscheln kurz aufkochen und mit einer Scheibe Brot bei einem Glas Wein und mit Blick aufs Watt genießen. Schlichte Zubereitung und einfach lecker!